Startseite Foren Neuigkeiten Gamingwelt Verbot von Loot-Boxen in Deutschland Antwort auf: Verbot von Loot-Boxen in Deutschland

Flix
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In Hawaii wurden nun die ersten Gesetzevorschläge/verordnungen (Bills) getätigt. Dort soll zum einen der Verkauf von Spielen nur für Erwachsene freigegeben werden, sofern im Spiel Mikrotransaktionen implementiert sind, die zufällig Inhalte oder Lootboxen/Packungen etc. freischalten.

Zum anderen wird gefordert, dass Entwickler und Publisher ihre Spiele entsprechend kennzeichnen müssen, wenn zusätzliche Ingame Käufe möglich sind, ob kosmetisch oder nicht. Außerdem sollen die Gewinnchancen veröffentlicht werden, also mehr transparent, wie wahrscheinlich jeder Inhalt ist.

Ein weitere interessantes Merkmal dieser Debatte ist jetzt auch, dass es bereits eine Gegenbewegung von Entwicklern und kleineren Publishern oder Händler gibt. Apple hat neue Regularien für Apps aufgestellt, die den Konsumenten besser schützen sollen. CD Projekt Red (Witcher Serie) antwortete auf besorgte Nachfrage mancher Fans: „Wir lassen die Gier den anderen…“ und große Publisher wie Ubisoft argumentieren nun wesentlich vorsichtiger die Implementierung solcher Inhalte.

Trotz des Debakels von EA und der auslösenden Debatte rund um Battlefront 2, schreibt EA durch das Mikrotranskationssystem und deren Live Services grüne Zahlen und scheffelt Gewinne wie nie zuvor. Activision/Blizzard haben nur durch MTX (Mikrotransaktionen) im Jahr 2017 sage und schreibe 4 Milliarden Dollar erwirtschaftet. 4 MILLIARDEN durch Lootboxen. Ich fürchte um die kleineren Entwickler dadurch, weil wenn die Gamerlandschaft so viel Geld in die großen Publisher steckt, wo bleibt dann noch der 10er für nen Indie Titel übrig? Nunja. Bleibt spannend.