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Gruppen Foren Neuigkeiten Gamingwelt Verbot von Loot-Boxen in Deutschland

Verbot von Loot-Boxen in Deutschland

Gruppen Foren Neuigkeiten Gamingwelt Verbot von Loot-Boxen in Deutschland

6 Antworten, 5 voices Zuletzt aktualisiert von  Zap vor 1 Woche
  • Flix
    Keymaster
    @flix
    #262

    Man braucht die aktuelle Debatte, warum Loot-Boxen gerade so heiß diskutiert sind, sicherlich nicht mehr großartig aufrollen. Zu erwähnen ist aber, dass die Loot-Boxen-Debatte ein globales Lauffeuer entfacht hat und dabei nicht nur die Gaming Welt in Bewegung setzt sondern auch Politiker weltweit.

    Laut der Youtuber Pretty Good Gaming, die sich auf einen Artikel der Welt stützen, soll diesen März in Deutschland entschieden werden, ob Loot-Boxen verboten, reguliert oder belassen werden sollten.

    Warum? Die Jugendschutzbehörde in Deutschland ermittelt gerade, ob Loot-Boxen in Spielen (Star Wars Battlefront 2, Destiny 2, Overwatch, etc) zum gesetzlich reglementiertem Glücksspiel gehören. In Deutschland gelten strenge Richtlinien, was das Glücksspiel betrifft und einiger Unmut wurde darüber geäußert, dass es nicht sein kann, dass Spieleentwickler und große Publisher die Gesetze so beugen und überdehnen wie im aktuellen Fall.

    Für Spieleentwickler und Publisher gehören Mikrotransaktionen zum großen Einkommen und EA bestätigt trotz des Mega-Shitstorms gegen Battlefront 2, dass sie Mikrotranksationen wieder einführen wollen. So schnell, wird die Cashcow nicht wieder freigelassen. Nun liegt es aber nicht mehr nur in den Händen der Entwickler und Publisher, sondern auch der Politiker, solche Modelle zu verbieten oder zu reglementieren.

    Interessant ist jetzt, was haltet ihr davon? Sind Loot-Boxen in teilweise Vollpreistiteln wie Battlefront 2, Overwatch und Co. Glücksspiel, wie man es auch von Spieleautomaten, Casinos, Poker mit Einsatz etc. kennt und sollte deshalb reglementiert werden oder sollten sich die Politiker dort lieber rauslassen, bevor sie noch mehr reglementieren wollen? Wird eine spannende Debatte.

    Quelle:

  • Kaito
    Moderator
    @kaitoftw
    #263

    Ich find Looti Lootis ganz geil solang es einfach nicht den Spielverlauf stört im Sinne von Vorteilen gegenüber anderen Spieler, siehe Battlefield. Es soll am besten einfach auf dieser kosmetischen Basis bleiben, alles andere wäre schon scheiße.

    Für mich bleibt einfach Overwatch das beste Beispiel. Ich werde fürs zocken belohnt, mir ist schon schnuppe ob ich die Skins bekomme oder nicht. Trotzdem ist das Gefühl, wenn man was Legendäres bekommt schön. Aber trotzdem hat dadurch keiner einen Vor- oder Nachteil.

  • Manni
    Moderator
    @manni
    #265

    Anfangs war ich der Meinung, dass Lootbox nichts schlechtes sein müssen. Vorallem dann wenn der Inhalt kosmetischer Natur war. In den letzten Wochen und Monaten jedoch, habe ich Berichte über Menschen gelesen, die sich aufgrund der Lootboxen teilweise aufs übelste verschuldet haben und ich finde das sowas wirklich nicht sein muss. Eine Art Reglementierung wäre teilweise nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass manche Menschen einfach vor sich selbst beschützt werden müssen. Bei den Berichten ist mir jedoch auch aufgefallen, dass es sich meist um solche Spiele gehandelt hat, in dem die Lootboxen nicht nur kosmetische Items beinhaltet haben, sondern auch spielfördernde Items. Dabei muss es sich zwangsläufig auch nicht um P2W Elemente handeln. Einfache Items, die einen enorm schnelles leveln ermöglichen oder bei so genannten Gatcha Games bestimmte Figuren etc. ziehen zu können, reichen schon aus um bei manchem Menschen das Verlangen auszulösen „Das will ich haben!“. Ich selbst bin willensstark genug um solcher Versuchung zu widerstehen, jedoch hatte auch ich Momente gehabt wo nicht mehr viel gefehlt und ich klein bei gegeben hätte.

    Mittlerweise bin ich nun der Meinung, dass Lootboxen komplett abgeschafft werden sollten. Egal ob diese nun P2W Elemente beinhalten oder nur irgendwelchen Kosmetikkram. Ich denke einfach, dass die Unternehmen uns vorallem mit den Kosmetik Lootboxen sensibilisieren möchten um das Ganze anschließend immer weiter auszubauen bis irgendwann der Zeitpunkt erreicht ist, wo wir als Spieler anfangen an die Barrikaden zu gehen und Spiele verteufeln, die keine Lootboxen beinhalten. Die Kosmetik Lootboxen sind für die Unternehmen der Schlüssel zu unseren Brieftaschen. Ich gebe lieber alle paar Monate Geld für eine gute Erweiterung, sei es ein DLC oder ein großes Addon, aus anstatt das ich mich von irgendwelchen Unternehmen und ihren Lootboxen in Versuchung bringen zu lassen für Kleinkram Geld auszugeben.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 5 Tagen von  Manni.
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  • Zap
    Keymaster
    @iladrion
    #285

    Generell sehe ich Lootboxen auf jedenfall im Rahmen des Jugendschutzes für kontrollbedürftig. Auch wenn man kein Geld gewinnen kann, sind „Gewinne“ in Spielwährung oder Items die einen zu etwas besonderem im Spiel machen (tolle Skins oder heftige Waffen/Stats) sehr ähnlich vom Glücksgefühl her und damit ist man schnell im Bereich der Möglichkeit für eine Glücksspiel-Abhängigkeit.

    Bei Erwachsenen ist dies schon ziemlich schlimm, wenn sie die Kontrolle über sich und ihre Glücks-Reflexe verlieren. Ich hab jemanden in der Familie, der Glücksspiel-Süchtig ist und war jahrelang mehrmals die Woche zum Kaffeetrinken in einer Spielhalle, das ist ziemlich gruselig, wie solche Leute abgehen können, ohne wirklich zu realisieren, in was für einer miesen Falle sie gefangen sind. Selbst bei Erwachsenen halte ich es für sehr dubios und kritisch, dass sowas erlaubt ist.

    Hab da einiges an harten Fällen sehen müssen, besonders schlimm find ich Eltern, die kleine Kinder haben, und am Anfang des Monats sofort das Kindergeld in die Spielhalle tragen und verjubeln, während die Kleinen zuhause am Hungertuch nagen.

    Wenn es aber Minderhährige trifft, die ihr Taschengeld verjubeln oder gar anfangen mit krummen Geschäften oder klauen, um sowas zu finanzieren, halte ich es definitiv für kriminell.

    Drogenhandel oder Glücksspiel (und Lootboxen fallen für mich darunter), ich sehe da keinen großen Unterschied, beides kann Menschen komplett zerstören und in massivste Abhängigkeiten treiben und sogar in krassesten Fällen Leben auslöschen.

    Ich war viele Jahre selbst anhängig, nicht Glücksspiel, aber Drogen und Alkohol, habe das aber durch massive Selbst-Bearbeitung und Selbstkontrolle überwinden können und bin seit 11 1/2 Jahren komplett nüchtern. Aber ich denke, ich weiß wie Kontrollverlust, Abhängigkeit und diese Dinge funktionieren, ich habe auch einige Bekannte an solche Dinge verloren, verloren im Sinne von zerstörten Beziehungen und Freundschaften, aber auch verloren im Sinne von Tod durch körperliche Verwahrlosung und sogar Selbstmord.

    Und dieses Thema fällt da mitten rein. 90% der Menschen können Trinken oder andere Dinge konsumieren und verlieren dabei nicht die Kontrolle. Aber ca 10% der Menschen, besonders in schwierigen Lebenslagen aber manchmal auch welche, denen es eigentlich total gut geht, sind extrem gefährdet, solchen Sachen anheim zu fallen und dabei vor die Hunde zu gehen. Diese Menschen brauchen Hilfe, Hilfe um aus den Kreisläufen rauszukommen und am besten Hilfe, indem solche Dinge kontrolliert und Jugendliche dafür geschützt werden.

  • Karl
    Teilnehmer
    @karl
    #288

    Meine Meinung betreffend Lootboxen und Gluecksspiel in Spielen ist auch eher abgeneigt.

    Frueher in MircoVolts hab ich ab 14 Jahren an ueber den ganzen Zeitraum in dem ich das Spiel gespielt habe 800 Euro fuer die sogenannte „Kapsel“ (ungefaehr ein Kaugummiautomat fuer Waffen) ausgegeben. Dazu gesagt war MircroVolts fuer 12 Jaehrige freigegeben und die Moeglichkeiten Geld ins Spiel zu setzen waren auch nicht altersbegrenzt.

    Es gibt ja einen Grund warum analoges Glueckspiel vom Gesetzgeber her altersbegrenzt ist, warum nicht auch virtuelles?
    Das Argument, dass nur kosmetische Gewinne weniger Leute zum ‚zocken‘ bringt ist wohlmoeglich wahr, aber manchmal sind eben diese Skins viel Geld wert oder sie koennen als Statussymbol im Spiel gelten.

    Ob es jetzt hilft jedes Spiel mit Gluecksspiel auf 18 zu setzen bezweifel ich jedoch, da man ueber Plattformen wie Steam oder andere als Minderjaehriger die Abgaberegeln in Laeden umgehen kann.
    Alle MicroTransaktionen auf Volljaehrige zu begrenzen koennte auf den ersten Blick ein Schritt in die richtige Richtung sein, dabei bin ich mir aber nicht um die vollen Auswirkungen bewusst..
    Ich bin gespannt ob und wie Papa Staat das wohl regeln wird.

  • Flix
    Keymaster
    @flix
    #290

    In Hawaii wurden nun die ersten Gesetzevorschläge/verordnungen (Bills) getätigt. Dort soll zum einen der Verkauf von Spielen nur für Erwachsene freigegeben werden, sofern im Spiel Mikrotransaktionen implementiert sind, die zufällig Inhalte oder Lootboxen/Packungen etc. freischalten.

    Zum anderen wird gefordert, dass Entwickler und Publisher ihre Spiele entsprechend kennzeichnen müssen, wenn zusätzliche Ingame Käufe möglich sind, ob kosmetisch oder nicht. Außerdem sollen die Gewinnchancen veröffentlicht werden, also mehr transparent, wie wahrscheinlich jeder Inhalt ist.

    Ein weitere interessantes Merkmal dieser Debatte ist jetzt auch, dass es bereits eine Gegenbewegung von Entwicklern und kleineren Publishern oder Händler gibt. Apple hat neue Regularien für Apps aufgestellt, die den Konsumenten besser schützen sollen. CD Projekt Red (Witcher Serie) antwortete auf besorgte Nachfrage mancher Fans: „Wir lassen die Gier den anderen…“ und große Publisher wie Ubisoft argumentieren nun wesentlich vorsichtiger die Implementierung solcher Inhalte.

    Trotz des Debakels von EA und der auslösenden Debatte rund um Battlefront 2, schreibt EA durch das Mikrotranskationssystem und deren Live Services grüne Zahlen und scheffelt Gewinne wie nie zuvor. Activision/Blizzard haben nur durch MTX (Mikrotransaktionen) im Jahr 2017 sage und schreibe 4 Milliarden Dollar erwirtschaftet. 4 MILLIARDEN durch Lootboxen. Ich fürchte um die kleineren Entwickler dadurch, weil wenn die Gamerlandschaft so viel Geld in die großen Publisher steckt, wo bleibt dann noch der 10er für nen Indie Titel übrig? Nunja. Bleibt spannend.

  • Zap
    Keymaster
    @iladrion
    #295

    Interessante Neben-Info:
    Activision Blizzard (WoW/Diablo/Overwatch/etc) hat vor kurzem bekannt gegeben, dass sie mittlerweile mehr als 50% ihres Umsatzes (mehrere Milliarden €) mit Microtransactions und Lootboxen machen

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